Erstberatung: ca. 60 Minuten · 190 € netto / 226,10 € brutto · telefonisch, per Video oder vor Ort in Konstanz.
Balkonkraftwerke liegen im Trend – sie senken die Stromrechnung, schonen die Umwelt und lassen sich ohne großen Aufwand am Balkon oder an der Terrasse befestigen. Doch wer zur Miete wohnt, braucht dafür die Zustimmung des Vermieters. Und die wird nicht immer erteilt.
Seit der Reform des § 554 BGB zum 1. Januar 2025 haben Mieter ausdrücklich einen gesetzlichen Anspruch auf Zustimmung zur Installation eines Steckersolargeräts (Balkonkraftwerk). Als Rechtsanwalt für Mietrecht in Konstanz berate ich Mieter, deren Vermieter diese Zustimmung verweigert – und helfe Ihnen, Ihren Anspruch schnell und rechtssicher durchzusetzen.
Typische Situationen: Vermieter verweigert Zustimmung zum Balkonkraftwerk, fordert unverhältnismäßige Auflagen, reagiert nicht auf Ihre Anfrage, beruft sich auf optische Beeinträchtigungen oder behauptet, das Solargerät sei nicht erlaubt.
Mit der Mietrechtsreform zum 1. Januar 2025 wurde § 554 BGB um Steckersolargeräte (Balkonkraftwerke) erweitert. Seitdem haben Mieter ausdrücklich das Recht, vom Vermieter die Erlaubnis zur Installation eines Balkonkraftwerks zu verlangen – und zwar unabhängig davon, was im Mietvertrag steht.
Der Anspruch besteht, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
Steckersolargeräte sind seit Januar 2025 ausdrücklich als privilegierte Maßnahme im Sinne des § 554 BGB anerkannt. Der Vermieter kann die Zustimmung grundsätzlich nicht mehr pauschal verweigern.
Der Vermieter kann verlangen, dass die Installation fachgerecht und normgerecht erfolgt – insbesondere nach den geltenden VDE-Normen für Steckersolargeräte. Er kann auch einen Rückbau bei Auszug verlangen.
Nur wenn die Installation das Gebäude oder das Erscheinungsbild unverhältnismäßig beeinträchtigt, kann der Vermieter im Einzelfall Auflagen stellen oder – in absoluten Ausnahmefällen – die Zustimmung verweigern.
Wichtig: Der Anspruch aus § 554 BGB ist zwingend – er kann im Mietvertrag nicht wirksam ausgeschlossen werden. Auch eine Klausel, die Steckersolargeräte pauschal verbietet, ist in der Regel unwirksam.
Unter einem Steckersolargerät (Balkonkraftwerk) versteht das Gesetz eine kleine Photovoltaikanlage, die über eine haushaltsübliche Steckdose (Schuko) mit dem Stromnetz des Mieters verbunden wird. Typische Merkmale:
Steckersolargeräte mit einer Wechselrichterleistung von bis zu 800 Watt sind in Deutschland anmeldefrei und gelten als vereinfachte Anlage im Sinne der technischen Normen. Sie fallen in den Anwendungsbereich der Privilegierung.
Typischerweise werden die Solarmodule an der Balkonbrüstung, am Geländer oder an der Hauswand befestigt. Auch eine Aufstellung auf Flachdächern oder Terrassen ist möglich – die genaue Montage kann Gegenstand von Auflagen des Vermieters sein.
Da das Gerät nur über eine Steckdose angeschlossen wird, ist kein Eingriff in die elektrische Hausinstallation erforderlich. Das spricht für eine verhältnismäßige und damit zulässige Maßnahme.
Viele Vermieter reagieren auf Anfragen zum Balkonkraftwerk zögerlich oder lehnen pauschal ab – oft aus Unwissenheit über die neue Rechtslage. So gehen Sie richtig vor:
Stellen Sie die Anfrage schriftlich und beschreiben Sie das Gerät genau: Hersteller, Leistung, geplante Montagestelle und wie die Befestigung erfolgen soll. Je konkreter Ihre Anfrage, desto schwieriger wird es für den Vermieter, pauschal abzulehnen.
Setzen Sie dem Vermieter in Ihrem Schreiben eine angemessene Frist (z. B. drei Wochen) und weisen Sie ausdrücklich auf Ihren gesetzlichen Anspruch nach § 554 BGB hin. Das signalisiert, dass Sie Ihre Rechte kennen.
Reagiert der Vermieter nicht oder verweigert er weiterhin die Zustimmung, kann ein anwaltliches Schreiben die Situation häufig ohne Gerichtsverfahren lösen. Ich fordere die Zustimmung für Sie rechtssicher und mit der nötigen Substanz ein.
Verweigert der Vermieter die Zustimmung trotz klarer Rechtslage, kann diese gerichtlich erzwungen werden. Das zuständige Amtsgericht kann den Vermieter zur Zustimmung verurteilen.
Praxistipp: Installieren Sie das Balkonkraftwerk nicht ohne Zustimmung des Vermieters. Eine eigenmächtige Installation kann als vertragswidrige Nutzung gewertet werden und im schlimmsten Fall eine Abmahnung oder Kündigung nach sich ziehen – auch wenn der Anspruch auf Zustimmung besteht.
Vermieter verweigert das Balkonkraftwerk? Ich setze Ihren Anspruch durch.
Erstberatung: ca. 60 Min. · 190 € netto / 226,10 € brutto · Rückmeldung in der Regel binnen 24 Stunden.Ich biete insbesondere folgende Leistungen an:
Ich prüfe, ob und unter welchen Voraussetzungen Sie einen Anspruch auf Zustimmung haben – unter Berücksichtigung Ihres Mietvertrags, der konkreten Montagestelle und der technischen Angaben zum Gerät.
Ich fordere die Zustimmung Ihres Vermieters schriftlich und rechtssicher ein – mit Fristsetzung und klarem Verweis auf die Rechtslage nach § 554 BGB.
Verweigert der Vermieter die Zustimmung ohne berechtigten Grund, vertreten ich Sie vor dem zuständigen Amtsgericht und setzen die Zustimmung gerichtlich durch.
Der Vermieter darf die Zustimmung von zumutbaren Auflagen abhängig machen. Ich prüfe, ob gestellte Auflagen verhältnismäßig sind oder ob Sie diese ablehnen können.
Als Vermieter berate ich Sie, welche Auflagen Sie stellen dürfen, wie Sie die Zustimmung rechtssicher erteilen und welche Rückbauansprüche Sie bei Auszug des Mieters haben.
Seit dem 1. Januar 2025 grundsätzlich nicht mehr. § 554 BGB räumt Mietern einen ausdrücklichen Anspruch auf Zustimmung zur Installation eines Steckersolargeräts ein. Eine pauschale Ablehnung ist damit in der Regel nicht mehr zulässig.
Ja. Der Vermieter kann zumutbare Auflagen stellen – etwa zur fachgerechten Montage, zu Sicherheitsstandards oder zum Rückbau bei Auszug. Unverhältnismäßige Auflagen, die die Installation faktisch unmöglich machen, sind jedoch nicht zulässig.
Ja, wenn der Vermieter das verlangt. Er kann beim Abschluss des Zustimmungsvertrags einen Rückbauanspruch festhalten. Die Kosten des Rückbaus trägt grundsätzlich der Mieter.
Ja. Auch Mieter einer Eigentumswohnung können den Anspruch nach § 554 BGB gegenüber ihrem Vermieter (dem Wohnungseigentümer) geltend machen. Der Vermieter muss dann ggf. seinerseits eine Genehmigung der Wohnungseigentümergemeinschaft einholen.
Eine eigenmächtige Installation ohne Zustimmung des Vermieters kann als Vertragsverletzung gewertet werden. Der Vermieter kann Beseitigung, Schadensersatz oder – in schwerwiegenden Fällen – eine Abmahnung verlangen. Es empfiehlt sich daher, zunächst die Zustimmung einzuholen und diese ggf. gerichtlich durchzusetzen.
Ja. Steckersolargeräte müssen beim Netzbetreiber angemeldet und im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur registriert werden. Die Anmeldung ist unkompliziert und kostenlos, aber gesetzlich vorgeschrieben.
Ja. Der Anspruch aus § 554 BGB gilt unabhängig vom Inhalt des Mietvertrags. Bestehende Klauseln, die bauliche Veränderungen pauschal untersagen, stehen dem gesetzlichen Anspruch auf Zustimmung nicht entgegen.
Ja. Ich berate Vermieter dazu, wie sie mit Anfragen zum Balkonkraftwerk rechtssicher umgehen, welche Auflagen zulässig sind und wie sie die Zustimmung vertraglich absichern können.
Ich berate Sie persönlich — damit Sie schnell Klarheit über Ihre rechtliche Situation haben.
Das Thema Balkonkraftwerk ist neu, die Rechtslage aber klar: Seit dem 1. Januar 2025 haben Mieter einen ausdrücklichen gesetzlichen Anspruch auf Zustimmung. Als Rechtsanwalt für Mietrecht in Konstanz helfe ich Ihnen, diesen Anspruch schnell und ohne unnötigen Aufwand durchzusetzen.
Vereinbaren Sie jetzt einen Termin, wenn Ihr Vermieter die Zustimmung verweigert, unverhältnismäßige Auflagen stellt oder auf Ihre Anfrage nicht reagiert.