Erstberatung: ca. 60 Minuten · 190 € netto / 226,10 € brutto · telefonisch, per Video oder vor Ort in Konstanz.
Sie haben Post von KSP Rechtsanwälte oder einem Inkassobüro erhalten, weil PayPal einen offenen Betrag von Ihnen verlangt? Meistens geht es um ein negatives PayPal-Guthaben. Es entsteht zum Beispiel, wenn PayPal eine Zahlung zurückbucht, eine Lastschrift platzt oder über Ihr Konto Zahlungen ausgelöst wurden, die Sie selbst nie veranlasst haben. Das Schreiben verlangt die Hauptforderung, Zinsen und Inkasso- oder Anwaltskosten und setzt eine kurze Zahlungsfrist.
Wichtig: Ein Anwaltsschreiben ist kein Urteil. Ob die Forderung besteht, muss PayPal darlegen und beweisen. In vielen Fällen, die ich betreue, wird eine Forderung pauschal geltend gemacht, ohne dass PayPal auch nur erklärt, welche Zahlung Sie wann autorisiert haben sollen. Als Rechtsanwalt für Bankrecht prüfe ich die Forderung, wehre unberechtigte Ansprüche ab und schütze Sie vor weiteren Folgen wie einem Schufa-Eintrag.
Typische Situationen: KSP fordert einen Negativsaldo, den Sie sich nicht erklären können. Über Ihr Konto liefen Zahlungen, die Sie nicht veranlasst haben. PayPal hat eine Zahlung zurückgebucht und verlangt das Geld jetzt von Ihnen. Mahnungen werden immer höher, oder es wird mit Schufa-Eintrag oder Klage gedroht.
PayPal gibt offene Forderungen regelmäßig an externe Dienstleister ab. Häufig beauftragt PayPal die Kanzlei KSP Kanzlei Dr. Seegers, Dr. Frankenheim Rechtsanwaltsgesellschaft mbH aus Hamburg mit dem Einzug. Die Schreiben sind standardisiert und enthalten meist nur einen Gesamtbetrag. Welche einzelnen Transaktionen dahinterstehen und warum Sie dafür haften sollen, geht daraus in aller Regel nicht hervor.
Ein Käufer hat den Käuferschutz genutzt oder eine Kreditkartenzahlung zurückgebucht. PayPal belastet Ihr Konto und verlangt den Ausgleich.
Eine PayPal-Zahlung per Lastschrift konnte nicht eingezogen werden, etwa weil sie bei der Bank widerrufen wurde oder das Konto nicht gedeckt war.
Jemand hat Ihr Konto missbraucht, zum Beispiel nach Phishing oder einem Datenleck. PayPal behandelt die Zahlungen trotzdem als Ihre eigenen.
PayPal ist Zahlungsdienstleister. Es gelten daher die Vorschriften über Zahlungsdienste im BGB (§§ 675c ff. BGB). Einen Zahlungsvorgang darf PayPal Ihnen nur dann in Rechnung stellen, wenn Sie ihm zugestimmt haben, er also autorisiert war (§ 675j Abs. 1 BGB).
Bei einem nicht autorisierten Zahlungsvorgang hat PayPal keinen Anspruch auf Erstattung seiner Aufwendungen. Es muss den Betrag vielmehr unverzüglich erstatten. Auf dieser Grundlage kann auch kein Negativsaldo gegen Sie entstehen.
Bestreiten Sie, eine Zahlung autorisiert zu haben, muss PayPal nachweisen, dass der Zahlungsvorgang authentifiziert, ordnungsgemäß aufgezeichnet und verbucht und nicht durch eine technische Störung beeinträchtigt wurde.
Dass sich jemand mit Ihren Zugangsdaten eingeloggt hat, beweist für sich genommen nicht, dass Sie die Zahlung veranlasst haben. Das Gesetz stellt ausdrücklich klar, dass die Aufzeichnung der Nutzung eines Zahlungsinstruments allein dafür nicht zwingend ausreicht (§ 675w S. 3 BGB).
Verzugszinsen und Inkasso- oder Anwaltskosten sind nur geschuldet, wenn die Hauptforderung besteht und Sie wirksam in Verzug geraten sind. Ist die Forderung unberechtigt, sind es auch die Nebenkosten.
Wichtig: Unterschreiben Sie kein Schuldanerkenntnis, vereinbaren Sie keine Ratenzahlung und leisten Sie keine Teilzahlung, bevor die Forderung geprüft ist. Solche Erklärungen können Ihre Position erheblich verschlechtern. Die gesetzten Fristen sollten Sie trotzdem ernst nehmen.
Post von KSP wegen PayPal erhalten? Lassen Sie die Forderung prüfen, bevor Sie zahlen.
Erstberatung: ca. 60 Min. · 190 € netto / 226,10 € brutto.In der Praxis finden sich immer wieder dieselben Angriffspunkte:
Oft wird nur ein Saldo genannt. Datum, Empfänger, Betrag und Art der Autorisierung jeder Zahlung werden nicht dargelegt.
Nicht selten bestätigt PayPal zunächst eine „unbefugte Zahlung“ und verneint später einen Fremdzugriff. Solche Widersprüche lassen sich gezielt nutzen.
Die Aufforderung, sich „an den Verkäufer zu wenden“, ersetzt nicht die Prüfung, ob Sie die Zahlung überhaupt autorisiert haben.
Hinweise auf ein angeblich „übliches Nutzungsverhalten“ oder auf nicht offengelegte interne Prüfergebnisse genügen nicht, um eine Forderung zu begründen.
Sie schicken mir das Schreiben von KSP und alles, was Sie von PayPal haben: E-Mails, Kontoauszüge, Screenshots, gegebenenfalls eine Strafanzeige.
Ich bestreite die Forderung, soweit sie unberechtigt ist, und fordere PayPal oder KSP auf, sie vollständig, transaktionsbezogen und beweisgeeignet zu begründen und die technischen Nachweise vorzulegen.
Ist eine Forderung bestritten, darf sie grundsätzlich nicht an die Schufa gemeldet werden. Ich weise ausdrücklich darauf hin und gehe gegen eine unzulässige Meldung vor.
Kommt es zum gerichtlichen Mahnverfahren oder zu einer Klage, lege ich fristgerecht Widerspruch ein und verteidige Sie vor Gericht.
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Ja. Sie sollten das Schreiben nicht ignorieren. Bezahlen oder anerkennen sollten Sie die Forderung aber nicht ungeprüft. Lassen Sie klären, ob sie besteht, und bestreiten Sie sie gegebenenfalls schriftlich.
KSP ist eine Rechtsanwaltsgesellschaft aus Hamburg, die unter anderem für PayPal Forderungen einzieht. Das Schreiben stammt zwar von Anwälten, eine gerichtliche Entscheidung über die Forderung ist damit aber nicht verbunden.
Eine Meldung ist grundsätzlich nur bei unbestrittenen oder gerichtlich festgestellten Forderungen zulässig, die zudem mehrfach angemahnt wurden. Haben Sie die Forderung bestritten, ist eine Meldung in aller Regel unzulässig.
Dann handelt es sich um nicht autorisierte Zahlungsvorgänge. PayPal hat dafür keinen Anspruch gegen Sie (§ 675u BGB) und muss beweisen, dass die Zahlungen ordnungsgemäß authentifiziert und verbucht wurden (§ 675w BGB).
Nur wenn die Hauptforderung besteht und Sie sich wirksam in Verzug befanden. Außerdem müssen die Kosten der Höhe nach angemessen sein. Bei unberechtigten Forderungen schulden Sie keine Inkassokosten.
Die Erstberatung dauert ca. 60 Minuten und kostet 190 € netto beziehungsweise 226,10 € brutto. Ob eine Rechtsschutzversicherung die weiteren Kosten übernimmt, kläre ich gern für Sie.
Ja. PayPal-Fälle lassen sich sehr gut per Telefon, Video und Schriftverkehr bearbeiten. Ich vertrete Mandantinnen und Mandanten bundesweit.
Ich prüfe das Schreiben von KSP mit Ihnen und sage Ihnen klar, ob Sie zahlen müssen und wie ich vorgehe.
Forderungen von PayPal und KSP sind oft weniger belastbar, als die Schreiben vermuten lassen. Entscheidend ist, früh richtig zu reagieren: nichts vorschnell anerkennen, die Forderung substantiiert bestreiten und PayPal in die gesetzliche Beweislast nehmen. Als Rechtsanwalt für Bankrecht in Konstanz vertrete ich Sie bundesweit.
Buchen Sie jetzt einen Termin, wenn Sie ein Schreiben von KSP, einem Inkassobüro oder PayPal selbst erhalten haben. Das gilt auch, wenn bereits ein Mahnbescheid vorliegt.